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DHM Kanupolo

Seit einigen Jahren schon richtet der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband
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DHM Kanupolo 2011

die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Kanupolo aus. Ausgetragen werden die Turniere meist entweder von der Universität Kiel oder der Universität Leipzig, da diese als eine der wenigen deutschen Hochschulen über ein ausreichend großes Schwimmbecken verfügen, in welchem ein regelkonformes Spielfeld von 23 x 35 Metern eingerichtet werden kann.

Die jüngste DHM Kanupolo wurde im November 2011 in Leipzig veranstaltet. Die teilnehmenden Mannschaften werden von Hochschulen aus ganz Deutschland gestellt, von Kiel bis Heidelberg, von Aachen bis Dresden. Voraussetzung ist, dass die Spieler entweder als Studierende oder als Universitätsmitarbeiter eingeschrieben sind. Wenn es die Kapazitäten erlauben, werden eine erste und eine zweite Mannschaft gestellt, die ihre Hochschule vertreten. Dabei besteht die erste zumeist aus den besten Spielern, die mitunter auch aktive oder ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler sind, wohingegen die zweite Mannschaft Teilnehmer aus dem Freizeitbereich aufweist. Eine Besonderheit ist außerdem, dass es sich stets um Mixed Turniere handelt. Das bedeutet, dass zu jedem Zeitpunkt während des Spiels mindestens ein Mann und eine Frau auf dem Spielfeld vertreten sein müssen.


thumb|300px|left|DHM Kanupolo 2010 Finale Göttingen - BerlinDie Anzahl der teilnehmenden Teams ist aus Kapazitätsgründen auf 20 Mannschaften begrenzt. Das Turnier wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwischen den vier Gruppen, bestehend aus fünf Teams, ausgetragen. Die Spiele beginnen meist früh am Morgen gegen 8 Uhr und enden am ersten Spieltag gegen 22 Uhr. Der Höhepunkte des zweiten Spieltags sind neben den Endplatzierungsspielen das Halbfinale und das Finale. Als Favoriten haben sich in den letzten Jahren die Teams der Universitäten Berlin und Göttingen einen Namen gemacht, die sich seit 2009 regelmäßig im Endspiel gegenüber stehen und sich mit dem ersten Platz auf dem Siegertreppchen abwechseln.




Presse

Bericht des ZDF, Drehscheibe (entweder Kapitel „Kanupolo“ wählen oder auf Minute 28:45 vorspulen.)

Bericht zur DHM Kanupolo in Leipzig 2011

Kanupolo

Allgemeines

Kanupolo ist eine Mannschafts-Ballsportart, die sich am ehesten mit Handball vergleichen lässt. Im Gegensatz zu Handball befinden sich die Spieler allerdings in wendigen Einerkajaks und sind mit Paddel, Spritzdecke, Helm und Schwimmweste ausgestattet. Letztgenannte Utensilien dienen dabei allerdings dem Schutz beim Kampf um den Ball, bei dem es mitunter auch etwas ruppig zugehen kann. Sie sind daher keine Abhilfe gegen Kentern oder Ertrinken, wie häufig zunächst angenommen wird.

Die Spieler der beiden Mannschaften, die jeweils aus fünf Feld- und zwei bis drei Auswechselspielern bestehen, bewegen sich paddelnd vorwärts und versuchen entweder durch Werfen oder mit Hilfe des Paddels den Ball ihren Mitspielern zuzupassen bzw. in das Tor zu schleudern.Sie spielen auf einem 23 x 25 Meter großen rechteckigen Spielfeld auf ruhigen Gewässern, d.h. auf Seen oder in Schwimmbädern. Die Wassertiefe muss mindestens 90 cm betragen, die beiden 1 x 1,5 Meter großen Tore sind in 2 Meter Höhe angebracht.

thumb|left|300px|Allgemeine Einführung in den Kanupolosportthumb|right|300px|Zweikampf








Kanupolo aufstellung

Spielaufstellung

Spielregeln

Ein Spiel dauert in der Regel zweimal 10 Minuten mit Pause und Seitenwechsel. Die Spieler haben fünf Sekunden Zeit, den Ball mit den Händen bzw. mit dem Paddel fortzubewegen oder ihn in mindestens 1 Meter Entfernung des Bootes abzulegen. Sobald ein Spieler in Ballbesitz ist, ist es unter Einhaltung bestimmter Regeln erlaubt, ihn zu „schubsen“, d.h. ihn an der Schulter so kräftig zu stoßen, dass er kentert. In diesem Falle ist es unabdinglich, die Handrolle zu beherrschen. Dies ist eine Technik, die es ermöglicht, auch ohne Paddel sich selbst und das Kajak zügig wieder aufzurichten.

Im sechs Meter Raum der verteidigenden Mannschaft darf man die gegnerischen Boote durch Wegschieben verdrängen oder Behindern. Dies geschieht so lange, bis entweder die gegnerische Mannschaft ein Tor geworfen hat oder die verteidigende Mannschaft den Ball in ihren Besitz bringen konnte und zum Gegenangriff startet (Konter). Der Angriff erfolgt wenn möglich gestaffelt, d.h. ein Spieler fährt vor und gibt den Ball kurz vor der Verteidigung an einen der nachfolgenden Spieler ab. Er selber arbeitet sich in das Center vor, d.h. er greift den zentralen Verteidiger vor der Tormitte an. Dabei darf der Torwart allerdings nicht berührt werden. Während immer wieder die Verteidigungsspieler angegriffen werden, wird der Ball schließlich so lange zwischen den angreifenden Spielern gepasst, bis sich eine Lücke in der Verteidigung auftut, die man für einen Angriff und Torwurf nutzen kann. Es kommt daher nicht nur auf körperliche Fitness, gute Bootsbeherrschung und eine präzise Wurftechnik an, sondern auch im die Fähigkeit, strategisch zu handeln und eine Spieltaktik zu entwickeln.


Wettkämpfe

Kanupolo-Turniere finden mittlerweile auf nationaler und internationaler Ebene statt, sowohl als Spaßturniere als auch als professionelle Spiele. Die wichtigsten Wettkämpfe sind die Deutsche Meisterschaft, die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft, die jeweils an wechselnden Austragungsorten stattfinden. Es gibt verschiedene Altersklasseneinteilungen: u. a. Schüler, Jugend, Junioren, Leistungsklasse und Senioren.
Weiterhin gibt es diverse Deutschland- und Euro-Cups, die sich an die professionellen Ersten Mannschaften der Vereine richten und häufig auch von den Nationalteams bestritten werden.

thumb|left|300px|40. Deutschland Cup 2011 - Deutschland vs. Niederlande








Weblinks

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